RIP Fachschaftskühlschrank

Es war einmal ein Fachschaftsrat Publizistik an der Uni Mainz. Der beschaffte sich mit Hilfe einer, äh, nun ja, Medienkampagne, an die sich nur noch eine Handvoll Menschen erinnern wird, einen Kühlschrank für seinen Fachschaftsraum. Dort tat das Gerät über viele Jahre treu seinen Dienst beim Kühlen von flüssiger und bisweilen auch fester Nahrung.

Sein eher tristes Äußeres grämte den Kühlschrank sehr und so schmückte ihn der Fachschaftsrat mit einem Käpt’n-Iglo-Aufkleber. Doch das hob nur noch stärker die große, weiße, hier uns da etwas speckige Oberfläche des Geräts hervor.

Eines Tages hatte jemand den lustigen Einfall, etwas auf den Kühlschrank zu schreiben: Einen zweizeiligen Nachruf auf Freddy Mercury. Nach und nach trug der Fachschaftsrat viele mehr oder weniger humorvollen Grabsteinsprüche zusammen. So bekam der wackere Froster eine neue Aufgabe: Er wurde zur Gedenkstätte für verstorbene Prominente. Und wenn er nicht kaputt gegangen wär‘, dann kühlte er noch heute…

Leider kann ich selbst mich nur noch an einige wenige Highlights erinnern und finde es sehr schade, dass diese wundervolle Sammlung kreativer Wortspiele über kurz oder lang völlig in Vergessenheit geraten wird.

Deshalb möchte ich gerne das „Projekt RIP Fachschaftskühlschrank“ ins Leben rufen. Wer sich noch an einen Spruch erinnert, der einst auf dem Gerät prangte, möge diesen bitte hier in den Kommentaren beisteuern, gerne mit begleitenden Anekdoten. Vielleicht hat sogar jemand noch ein Foto (bitte per Mail schicken). Mal sehen, was ich am Ende mit der Sammlung anstelle…

RIP Fachschaftskühlschrank! Ich mach dann mal den Anfang:

Un‘ hätt‘ er net die Jungs besprunge,
dann hätt‘ er auch noch heut‘ gesunge…
Who wants to live forever?

Freddy Mercury (5. September 1946 – 24. November 1991)

Medienwirkung trotz Selektion.
Pinzessin Diana (1. Juli 19961 – 31. August 1997)

7 Antworten zu RIP Fachschaftskühlschrank

  1. Chr. schreibt:

    Huhu Diana,
    bei Freddy (der übrigens den Anfang machte) hieß der Spruch aber ‚who wants to life forever‘. Der ‚Jungs besprunge…‘ stammt eigentlich aus der Titanik (Hesssen nimmt Abschied von Freddy Mercury) und ist erst viiiiiiel später ‚post mortem‘ dazu gekommen. Der 2. Spruch war übrigens für Klaus Kinski ‚Filme machen ist besser als Klos putzen‘. Mein Liebling war übrigens der für Richard Nixon. Da hatte jemand einen Lichtschalter hinten dran gemalt, der auf ‚off‘ stand. Also Nix-on, Nix-off. :-)
    Muss mal nach Fotos kramen, hab bestimmt irgendwo was…
    Nicht zu vergessen im Zusammenhang Kühlschrank sind natürlich Marcs Comics ‚Keppman – der schwarze Rächer kehrt wieder‘, die jeweils mit der Frage endeten „Habt Ihr einen Kühlschrank für die Fachschaft?“. Einer hatte dann. :-)
    Gehe jetzt übrigens an meinen selbigen und dann in mich um weitere Sprüche aus dem Hirnkastel zu kramen.
    VG
    Chr.

  2. Andrea schreibt:

    Hallo Diana,

    Elmar und ich haben am Samstagabend folgende Sprüche aus der Erinnerung gekramt:
    Kurt Cobain – Leblos in Seattle
    Heinz Rühmann – Lalelu, jetzt sind seine Äuglein zu
    Marlene Dietrich – Sie war nicht nur als Engel blau
    Und irgendwas war noch mit Gerhard Höllerich alias Roy Black, da kamen wir aber nicht mehr drauf… Bin mal gespannt, was sonst noch so zusammen kommt :-)).

    Viele Grüße!! Andrea

  3. Diana schreibt:

    Vielen Dank einstweilen! Stimmt, Kurt Cobain… Hihi.

  4. fap schreibt:

    Töffi kann ich nur zustimmen, es war erst nur ein kurzer Spruch für Freddie…

    Hm, ich komme gerade ins Grübeln… Hatten wir damals nicht immer gerade AKTUELL verstorbene Personen quasi als wahrnehmungspsychologisches Experiment notiert, da uns zwischenzeitlich das Gefühl beschlich, das Sterben uns bekannter Promineter habe ein besonderes rasante Geschwindigkeit erreicht?

    Und warum meine ich mich dann an “ Sepp Herberger, † 28. April 1977, Der Ball ist wund“ links halb unten zu erinnern?

    Am besten mal den Todesliste des fraglichen Zeitraumes erstellen, dann wird uns wieder einiges einfallen…

    Grüße aus Berlin

  5. sis schreibt:

    Hallo Diana,

    also der Kühlschrank, den wir aufgrund der Keppman Comix von Marc bekamen, kam über den ehemaligen Fachschaftsrat Günther Nuber. An dieser Stelle noch einmal – Danke!
    Als Aufkleber prangte vor allem auch ein Publifeten Aufkleber an dem treuen alten Teil – seufz …

    Ich erinnere mich noch an: Flieg, blauer Engel flieg für Marlene Dietrich. Astor Piazolla: Der letzte Tango (der Spruch kam von Ricki). SoKomisch ist das auch nicht für den alten SoKo-Kommissar Kreindl (ich glaube, so hieß der), Begrabt mein Herz am Elfmeterpunkt für … fällt mir grad nicht ein – ich muss mal weiter nachdenken

    Viele Grüße

    sis

  6. Daniel schreibt:

    Bei aller Liebe für „the fridge“ – das Ding war auch eine Quelle (gezielter?) Desinformation. Ich sag‘ nur:

    „Unsere Oma hat jetzt jede Menge Ruhe! † Omar Sharif“ – Der Typ lebt ja immer noch! :-)

  7. fap schreibt:

    Hallo Daniel,

    dies ist doch mal wieder ein Beispiel selektiver Wahrnehmung, denn es ging nicht um den Omar Sharif (auch Omar El-Sharif, eigentlich Maechel (Michael) Chalhoub), der in der Tat noch lebt und gerade mit „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ ein Comeback gefeiert hat, sonderm um „OMA Sharif“, die in der Sendung „Schmidteinander“…

    Aus dem Google-Cache:

    „Marga-Maria Werny, die ‚Oma Sharif‘ in Schmidteinander, ist tot. Wie der WDR am Mittwoch mitteilte, starb die Schauspielerin am Dienstagnachmittag in einem Kölner Krankenhaus an Herzversagen. Sie wurde 81 Jahre alt. Frau Werny war seit 1935 beim Film und im Theater. Mit 58 Jahren begann sie einen neuen Berufsabschnitt, arbeitete als Übersetzerin, machte Werbung und spielte im Fernsehen. Wirklich berühmt wurde sie aber erst, als Harald Schmidt und Herbert Feuerstein im November 1990 Schmidteinander begannen und ihr den Job der ‚Oma Sharif‘ anboten. Der Rollenname und ihre Auftritte dort gerieten derart markant, daß die Schauspielerin ihren bürgerlichen Namen fast völlig aus der Öffentlichkeit heraushalten konnte, während ‚Oma Sharif‘ zu einem richtigen Begriff wurde. Neben dieser Dauerrolle war sie für das WDR-Schulfernsehen in der Serie Anna, Schmidt & Oskar zu sehen. Die nächste Schmidteinander- Sendung am kommenden Samstag soll wie geplant stattfinden. Schmidt und Feuerstein sprachen am Mittwoch von einer ‚großen Kollegin, die uns jede Menge Liebe gab‘. „

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